Skip to main content

News Rund um den IBU


Finden, Binden, Motivieren: IBU-Workshop zur Fachkräftesicherung

Fachkräfte sind knapp – sie zu finden ist nicht leicht, sie zu binden noch schwerer. Gleichzeitig verlangen Industrie 4.0, Globalisierung, Innovations- und Kostendruck kompetente Mitarbeiter. Mit dem neuen Workshop „Strategien zur Fachkräftesicherung“ steigt der Industrieverband Blechumformung (IBU) in das aktuelle Thema ein. Und hat sich mit Jutta Rump Erfahrung und Kompetenz ins Boot geholt: Die Professorin an der Hochschule Ludwigshafen ist Spezialistin für Internationales Personalmanagement und forscht im Bereich Beschäftigung und Employability. Ihr erster Workshop für IBU-Mitglieder traf bei den Teilnehmern ins Schwarze. Die Veranstaltung lief in Hagen und im Raum Stuttgart.

„Thema Fachkräfte- und Fachkräftemangel betrifft unsere Branche in hohem Maße“

„Neben Technik und Einkauf werden wir uns künftig stärker mit Personalfragen beschäftigen. Das Thema Fachkräfte -und Fachkräftemangel betrifft unsere Branche in hohem Maße – hier müssen und wollen wir uns weiterentwickeln“, betont IBU-Geschäftsführer Bernhard Jacobs. Die Premierenveranstaltung für Unternehmensleitung und Personalverantwortliche kam bestens an. Neben den Inhalten bewerteten die Teilnehmer den kommunikationsorientierten Seminarstil von Jutta Rump – ein Mix aus Wissensvermittlung und aktiver Gruppenarbeit – sehr positiv.

Mitarbeiter finden: Employer Branding und Recruiting-Kanäle

Die strategische Personalbedarfsplanung ist für die Hochschulprofessorin Fundament der Fachkräftegewinnung. „Ohne Cockpit lässt sich nicht gut navigieren. Unternehmen müssen wissen, welche Mitarbeiter sie heute, in fünf und in zehn Jahren brauchen“, so Rump. Nächster Schritt ist die Personalbeschaffung, das „Finden“ von guten Kräften. Employer Branding, das Unternehmen als „Arbeitgebermarke“ und attraktiven Arbeitgeber positioniert, braucht Botschaften, die potenzielle Mitarbeiter ansprechen. Entscheidungskriterien sind Gehalt und Arbeitsplatzsicherheit, aber auch flache Hierarchien und gutes Arbeitsklima. Home Office und flexible Arbeitszeiten. Weiterbildung und Karrierechancen sind weitere Auswahlfaktoren. Dazu kommen Work-Life-Balance und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Als Recruiting-Kanäle gewinnen Social Media-Plattformen an Bedeutung. Xing & Co. nutzen - ähnlich wie Online-Stellenanzeigen - bereits 70 Prozent der Personalabteilungen. Auch mobile Stellenbörsen-Apps, die schnelle Bewerbungen ermöglichen, zahlen sich aus. Dazu kommen das „Active Sourcing“ über Karriere-Events, Personalmessen, Absolventenkongresse etc. Persönliche Netzwerke und Mitarbeiterempfehlungsprogramme bieten ebenfalls wertvolle Unterstützung.

Mitarbeiter binden: Identifikation schaffen und Fluktuation verringern

Auf das Finden folgt das Binden. Jutta Rump stellte dar, wie wichtig es ist, Kompetenzen zu erhalten und gezielt die Fluktuation zu verringern, Arbeitsklima und Kontinuität der Zusammenarbeit zu stärken. Bindungsinstrumente sind einerseits Tätigkeitsinhalte und interessante Aufgaben, Entwicklungsmöglichkeiten und der Lohn. Dazu kommen ein gutes Arbeitsumfeld und eine angenehme Atmosphäre. Auf dieser Grundlage gedeiht die Identifikation mit dem Unternehmen. Im Idealfall „brennen“ Mitarbeiter für ihre Marke und sind stolz, Teil des Teams zu sein.

Mitarbeiter motivieren: persönliche Stärken identifizieren und unterstützen

Wer diesen Punkt erreicht und rundum zufrieden ist, bleibt. Aber auch zufriedene Mitarbeiter brauchen kontinuierliche Motivationsfaktoren. Für Jutta Rump sind das u. a. eine flexible und verlässliche Arbeitsorganisation sowie Einsatz und Förderung des Einzelnen nach Talenten. Mitarbeiter wollen Unternehmen, die ihre persönlichen Stärken identifizieren und unterstützen. Und darauf basierend eine wertschätzende, leistungsorientierte Unternehmenskultur und einen individualisierten, glaubwürdigen Führungsstil entwickeln.

 

Foto:
Hochschulprofessorin Jutta Rump ist Spezialistin für Internationales Personalmanagement. Sie leitete den Workshop für IBU-Mitglieder zum Trendthema Fachkräftesicherung


Eine gelungene Premiere: Workshop „Wissenstransfer – Good Practice-Beispiele als Impulsgeber“

Die erste gemeinsame Veranstaltung von IBU und NIRO stieß auf großes Interesse. Im Rahmen eines Arbeitskreises möchte sich die Gruppe ein bis zwei Mal im Jahr weiter zum Thema „Wissenstransfer“ austauschen.

Wissenstransfer gelingt auf jeden Fall, wenn man miteinander redet und sich austauscht. Dies wurde während des Workshops reichlich umgesetzt: Am 28. November 2018 fand die von IBU e. V. und NIRO e. V. gemeinsam organisierte Veranstaltung im Lünener Ufo statt.
Grundlegend befassten sich die Teilnehmenden mit der Frage, wie es um das Wissen in ihren Unternehmen bestellt ist. Wie wird relevantes Wissen erkannt und definiert und wie kann man dafür sorgen, dass es nicht verloren geht?

Drei Impulsvorträge zum Thema

Zu verschiedenen Frage- und Problemstellungen gab es drei Impulsvorträge mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
Das erste Kurzreferat übernahm der Management- und Generationenexperte Ralf Overbeck, Inhaber und Gründer von Ralf Overbeck Consulting. Er stellte die Formel „alt + jung = Erfolg“ in den Raum und den Menschen bzw. die Persönlichkeit in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen. Große Bedeutung liegt seiner Ansicht nach in der gegenseitigen Wertschätzung der an einem Wissenstransfer Beteiligten. Wissen sitzt in den Köpfen der Menschen und nur mit einem persönlichen, wertschätzenden Zugang des jeweiligen Wissensgebers und Wissensnehmers zueinander wird eine Transformation möglich. Kommunikation spielt dabei eine sehr große Rolle.

Mit den beiden folgenden Impulsvorträgen ging es direkt in die Praxis.
Anke Rosenthal, auch Transfercoach bei der sms Group GmbH, erläuterte das dort angewandte WERT-Programm. „WERT“ bezieht sich auf Wissens- und Erfahrungstransfer und beschreibt strukturierte Wissenstransferprozesse, die von einem Transfercoach begleitet werden. Auch in diesem Programm ist die gegenseitige Wertschätzung unerlässlich für einen erfolgreichen Wissenstransfer. Nach der Identifizierung des relevanten Wissens durchlaufen die jeweilige Führungskraft, der Transfercoach sowie der Wissensgeber und der Wissensnehmer gemeinsam unter Verwendung bestimmter Methoden den Transfer des Wissens.
Den dritten Impuls gab Helge Heisters und steuerte als Praxisbericht bei, wie bei Deutsche Edelstahlwerke Specialty GmbH der Wissenstransfer bei Hubherdofen und Knüppeleinsatz praktisch umgesetzt wurde. Er machte deutlich, dass es durch fehlendes Wissen zu Umsatzverlusten kommen kann, fehlerhaftes Wissen auch Fehlentscheidungen mit sich bringt und Risiko- und Spezialwissen nicht eingekauft werden können. Es ist also immanent wichtig, relevantes Wissen zu bestimmen, verständlich zu beschreiben und verlässlich zu sichern.

Arbeit in Kleingruppen

Nach den Impulsvorträgen diskutierten die Teilnehmenden in drei Kleingruppen weitere Praxisbeispiele und erörterten individuelle Fragen intensiver. Hier ging es im Einzelnen um das Problem, wie man Generationenkonflikte erkennen und lösen kann, relevantes Wissen definiert und transferiert und eine Grundvoraussetzung für erfolgreichen Wissenstransfer – die Beschreibung der eigenen Arbeit – erfüllen kann.

Der Austausch in den Kleingruppen brachte viele Ideen und Impulse, die für den Alltag im eigenen Unternehmen neue Ansätze liefern können, Wissen klar zu definieren und zu sichern. Deutlich wurde für alle Teilnehmenden, dass es ohne einen ausgebildeten Transfercoach schwierig werden kann, erfolgreich Wissen zu transferieren.
Wichtig ist und bleibt die persönliche Komponente, die nur mit einer gewissen Wertschätzung auf Augenhöhe für eine gelungene Wissensübergabe sorgen kann.

Die erste von IBU e .V. und NIRO e. V. gemeinsam organisierte Veranstaltung bekam sehr gutes Feedback. Weitere Workshops sind in der Planung.

Das Thema Wissenstransfer schätzten alle Teilnehmenden als sehr wichtig für ihre Unternehmen ein; ein lockerer Arbeitskreis will sich dazu ein bis zwei Mal im Jahr treffen und den Austausch weiterführen.

 

Bild: © NIRO e.V.

Organisatorinnen und Referierende des Workshops zum Thema Wissenstransfer: Anke Rosenthal (Leiterin Talent- und Wissensmanagement bei der sms Group GmbH), Helge Heisters (freigestellter Betriebsrat Deutsche Edelstahlwerke Specialty GmbH & Co. KG), Ingrid Lange (Geschäftsführerin NIRO e. V.), Ralf Overbeck (Ralf Overbeck Consulting) und Vanessa Wiemers (IBU e. V.) (v.l.n.r.)


Maxfeld Stanzbiegetechnik GmbH & Co. KG neues Mitglied im IBU seit 01.11.18

Die Maxfeld Stanzbiegetechnik GmbH & Co. KG, www.maxfeld.com, beliefert Kunden aus verschiedensten Branchen wie beispielsweise Automotive, Elektronik und Möbelindustrie mit präzisen Stanz- und Stanzbiegeteilen.


LSK Stanz- und Presswerk LINDNER GmbH neues Mitglied im IBU seit 01.11.18

Die Firma LSK Stanz- und Presswerk LINDNER GmbH ist einer der führenden Komplettanbieter für Blechbearbeitung und Stanzbiegeteile sowie Schweißbaugruppen für die Automobilindustrie, die Energieanlagentechnik und andere Industriezweige.


Erweiterung unseres Leistungsangebotes für assoziierte Mitglieder

Von uns beauftragte Juristen mit Branchenexpertise erstellen Kurzgutachten zu Vertragswerken mit Kunden. Als assoziiertes Mitglied haben Sie zukünftig die Möglichkeit, vorhandene Kurzgutachten aus unserem Pool kostenfrei anzufordern. Ihre Anfrage mit dem zu begutachtenden Vertragswerk richten Sie bitte an die hierfür eingerichtete E-Mail-Adresse rechtsgutachten@industrieverband-blechumformung.de . Wenn ein Poolgutachten vorliegt, erhalten Sie dieses kurzfristig per E-Mail.


Sie haben Fragen zu unserem Verband oder zu bestimmten Themen? Wir helfen Ihnen gerne weiter:

+49 2331 9588–0

E-Mail senden