Skip to main content

Pressebereich

Automobilzulieferer in der Klemme: „Markt ist in Aufruhr – Lage toxisch“

Stahllieferanten wollen Order für 2022 – OEMs schweigen – Mittelständler suchen Gespräch

Stahlpreise, Chipmangel und mangelnde Kommunikation der Autohersteller sorgen bei Zulieferern für eine neue Eskalationsstufe. Sie sitzen zwischen allen Stühlen: Ihre Vormateriallieferanten erwarten Mengenorder für 2022, nennen teilweise aber noch keine Preise. Ihre Kunden schweigen, ignorieren Gesprächswünsche und verschieben zudem kurzfristig Abrufe – aufgrund chipmangelbedingter Produktionsstopps. Das alles torpediert jede Planung. Mitgliedsunternehmen des Industrieverbands für Blechumformung (IBU), des Industrieverbandes Massivumformung (IMU) und des Deutschen Schraubenverbandes (DSV) bezeichnen die Lage bereits als „toxisch“. Die Verbände fordern dringend eine höhere Dialogbereitschaft der Automobilhersteller.

„Für den Mittelstand denkt die Politik oft zu kurz …“

Interview mit dem IBU-Vorstandsvorsitzenden und neuen WSM-Vizepräsidenten Ulrich Flatken

Ulrich Flatken, Vorstandsvorsitzender des Industrieverbandes Blechumformung (IBU), ist seit wenigen Wochen auch Vizepräsident des Wirtschaftsverbands für Stahl und Metallwaren (WSM). In beiden Funktionen setzt er sich für den Mittelstand ein. Hier ein Interview mit ihm zur Zusammenarbeit mit der Politik, aktuellen Anforderungen und Perspektiven der metallverarbeitenden Unternehmen.

Industrieverbände IBU, IMU und DSV fordern gemeinsam: „Stahlindustrie muss Marktversorgung sicherstellen“

Katastrophale Lage für Zulieferer – Lieferketten drohen zu reißen

Stahl ist knapp und teuer. Materialengpässe belasten Zulieferer extrem, Lieferketten drohen zu reißen. Parallel klettern die Preise auf historische Höchststände. „Eine derart katastrophale Versorgungslage ist unverantwortlich. Wir erwarten, dass die Stahlindustrie in ihrer oligopolistischen Struktur ihrer Verantwortung gerecht wird – und somit die Marktversorgung sicherstellt“, fordern jetzt in einer gemeinsamen Erklärung der Industrieverband Blechumformung (IBU), der Industrieverband Massivumformung (IMU) und der Deutsche Schraubenverband (DSV).

Stahlversorgung sicherstellen: Safeguards sind unnötig

Bedrohung fehlt – Schutzmaßnahmen nicht WTO-konform – Stahlmangel verschärft sich

Die befürchtete Importflut fehlt, Einfuhrquoten sinken, globale Stahlkapazitäten sind überschaubar. Für die EU-Stahlindustrie besteht keine Gefahr – sie profitiert sogar gerade vom Stahlmangel. Trotzdem überprüft die EU-Kommission, ob die Stahlindustrie im Sommer einen wärmenden Wintermantel in Form von Safeguards brauchen könnte. Damit wäre für stahlverarbeitende Industrien mit 3,5 Millionen Arbeitsplätzen das große Frieren angesagt: Ihnen fehlt schon jetzt das Vormaterial, die Preise explodieren, Produktionsstopps drohen. Und mildernden Stahleinfuhren aus Drittländern schieben Safeguards eine Schranke vor. Mit Nachdruck protestieren daher der Industrieverband Blechumformung (IBU) und die Fachvereinigung Kaltwalzwerke (FVK) in einer Stellungnahme an die EU-Kommission gegen eine mögliche Verlängerung.

Erst fehlen Chips, dann Stahl: Zulieferer vor Produktionsstopps

IBU: „Erholungsprozess gefährdet“ – Mangel wächst, Lage spitzt sich zu

Keine Chips, kein Stahl. Fehlendes Vormaterial bedroht Automobil-, Maschinenbau- und Elektroindustrie massiv. Zulieferer warten monatelang auf Stahllieferungen und müssen obendrein Höchstpreise bezahlen. Die Lage spitzt sich gerade weiter zu – vielen Sparten droht der Stillstand. Der Industrieverband Blechumformung fordert dringend eine Anpassung von Nachfrage und Produktion.

IBU und FVK erheben Einspruch: Verlängerung der Safeguards auf Stahl nicht WTO-konform

Voraussetzungen fehlen – keine Importwelle in Sicht – Stahlverarbeiter leiden

„Eine Verlängerung der Safeguards auf Stahl wäre nicht WTO-konform.“ Mit klaren Worten reagieren der Industrieverband Blechumformung (IBU) und die Fachvereinigung Kaltwalzwerke e. V. (FVK) auf den Vorstoß von zwölf europäischen Wirtschaftsministerien – darunter auch Deutschland –, die im Juni auslaufenden Schutzmaßnahmen fortzuführen. Die Verbände monieren beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fehlende Voraussetzungen: Eine Importwelle Richtung Europa ist nicht in Sicht und die Nachfrage weltweit höher als das Angebot. Verarbeitende Unternehmen leider unter Stahlmangel und Höchstpreisen. „Warum sollen neue Einfuhrbeschränkungen initiiert werden, während hiesige Stahlverarbeiter händeringend um Material kämpfen?“, fragt IBU-Geschäftsführer Bernhard Jacobs.

Auf Pandemiekrise folgt Beschaffungskrise: Zulieferer und Automobilhersteller bekommen keinen Stahl

Engpass gefährdet wirtschaftlichen Erholungsprozess – Importbeschränkungen verhindern Beschaffungsalternativen

 

Stahl – vor allem Flachstahl – ist Mangelware. Knapp 90 Prozent der Zulieferer haben Beschaffungsprobleme. Das zeigen erste Ergebnisse einer Blitzumfrage des Industrieverbandes Blechumformung (IBU) vor Weihnachten. Ein Auslöser ist die unterschiedliche Entwicklung von Stahlangebot und -nachfrage. Hinzu kommt, dass Einfuhrbeschränkungen das Ausweichen auf Stahl aus Drittländern erschweren. Der IBU ist alarmiert: „Dieser Versorgungsengpass gefährdet den Erholungsprozess bei Zulieferern und Automobilherstellern“, fürchtet Geschäftsführer Bernhard Jacobs. „Auf die Pandemiekrise folgt die Beschaffungskrise. Die Marktversorgung in Europa muss Vorrang haben vor Anti-Dumping-Maßnahmen und politisch motivierten Importbeschränkungen.“

Veränderte Schutzmaßnahmen für Stahlimporte ab 1. Juli: Verbände der Stahlverarbeiter erleichtert, aber auch besorgt

Freude über ungekürzte Importquoten – Kritik an verschärfter Kontingentvergabe

Erleichtert registrieren die Blechumformer, dass die ab dem 1. Juli 2020 geltenden EU-Schutzmaßnahmen keine Kürzung der zollfreien Importkontingente für Stahl vorsehen. Der Industrieverband Blechumformung (IBU) und die Fachvereinigung Kaltwalzwerke (FVK) hatten sich im Mai in Brüssel gegen die drohende Herabsetzung der Einfuhrquote ausgesprochen. Ungetrübt ist die Freude dennoch nicht: Sorge bereiten den Verbänden die neuen Verschärfungen bei der Kontingentvergabe. Sie befürchten einen anhaltenden Trend zu protektionistischer Abschottung des EU-Stahlmarktes: „Wir werden wachsam sein und weiterhin die Interessen der Stahlverarbeiter vertreten.“

IBU und FVK intervenieren gegen einseitige EU-Schutzmaßnahmen: „Verringerung zollfreier Stahlimporte unbegreiflich“

Keine Anstiege in Sicht – Quoten gefährden Zulieferer, die Millionen von Arbeitsplätzen stellen

„Eine weitere Reduzierung der Importkontingente für Stahl ist unbegreiflich.“ In einem aktuellen Interventionsschreiben wenden sich der Industrieverband Blechumformung (IBU) und die Fachvereinigung Kaltwalzwerke (FVK) an das Directorate-General for Trade (DG) der EU-Kommission in Brüssel. Auslöser ist die aktuelle Diskussion und das Monitoring-Verfahren, die zollfreien Einfuhrquoten für Stahl um 75 Prozent zu reduzieren. Diese verschärfte Schutzmaßnahme würde die Stahlindustrie einseitig privilegieren, aber zugleich die stahlverarbeitenden Unternehmen stark schwächen. „Die Wettbewerbsfähigkeit der Stahlhersteller darf nicht zulasten der Verarbeiter gehen, die ein Vielfaches an Arbeitsplätzen stellen“, warnen beide Verbände.

IBU-Infoservice: Neue Sonder-Website Corona

Aktuelle Fakten, Mustervorlagen und Leitfäden für Unternehmen

Mit der Sonder-Website Corona liefert der Industrieverband Blechumformung (IBU) ab sofort einen aktuellen Infoservice für Unternehmen: mit Fakten zu Kurzarbeitergeld, Finanzhilfen, Steuern, Arbeitsrecht, Arbeitsschutz, Auditierungen im Pandemiefall und vielem mehr. Dazu kommen Mustervorlagen – u. a. für die Kundenkommunikation, zur Steuerstundung oder für die Papierflut mit der Bundesagentur für Arbeit.

Sie haben Fragen zu unserem Verband oder zu bestimmten Themen? Wir helfen Ihnen gerne weiter:

+49 2331 9588–0

E-Mail senden